Das lyrischer wir fährt unbeirrt fort und fragt, âwasâ wir tun sollen (Z.7). 7). - In meinem Zimmer Klingt noch leis dein letztes Wort. Zunächst scheint das lyrische Ich die Gegenwart negieren zu wollen. Die Rede stiftet also keinen dialogischen Kontakt, sondern dringt beziehungslos auf die Angesprochene ein, lieblos im Ton wie im Inhalt. Es kommen einige Anaphern1 vor, die die Gedanken des lyrischen Ichs und dessen Sehnsüchte verdeutlichen (Vers 1/3: „Ich denke dein“; Vers 6/8: „Der Staub/ Der Wandrer“). Die 2. 2 bis 3 â die Imperative sind unschwer zu erkennen, doch scheinen sich hinter jenen Forderungen gleich zwei Ebenen zu verstecken. Indem er â(Ist nicht zu viel!â, Z. Zunächst Lehre im kaufmännischen Bereich, dann Gelegenheitsarbeiter, schlieÃlich ab 1966 Studium an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg und Heidelberg. im Schlaraffenland fühlt), sondern muss im Gegenteil ganz viel von sich geben und fühlt sich dadurch ausgenutzt. der Partnerin. Eine Sprache, die dennoch ein Maximum an Bedeutung entfalten kann. Eines der letzten Werke aus dem Sturm- und Drang bzw. Des Weiteren entstehen in der Zeit um 1771 und 1776 weitere Werke, die Goethe berühmt machten, z. Bleib bei mir. Dieses Formschema erlaubt eine klare Strukturierung der lyrischen Handlung, der Reden und Gedankengänge der Gedicht-Figuren. Die Analyse bestätigt die These in der Einleitung von dem lyrischen Ich als Person, die unter der Beziehungskälte und Gleichgültigkeit am Arbeitsplatz im Büro leidet, was erhebliche Auswirkungen auf ihr Privatleben hat. Unreiner Reim (ungefähre Ãbereinstimmung der hörbaren Reihenfolge der Reimsilben: hören â wehren), 2.3.6. Auch in den letzten beiden Zeilen wird der Egoismus deutlich (âund wärst du ein Stern ich knallte dich vom Himmel ab.â, Z.11f.). Die Situation der schnellen, unreflektierten Entscheidung des Aufbrechens wird in kurzen, abgehackten Sätzen wiedergegeben, die Zäsur in der Mitte von Vers 1 verhindert einen fließenden Rhythmus beim Lesen. Während wir im ersten Gedicht also folgende ersten Zeilen finden: âFetter grüne, du Laub, (â¦)â, lautet die direkte Ansprache im zweiten wie folgt: â Herr: es ist Zeit.â. Mit dieser leichten Abschwächung seiner vorangegangenen harten Worte, versucht das lyrische die AnmaÃung der Imperative etwas aufzuweichen und insbesondere anzuerkennen, dass der Früchte Reifung nun einmal abhängig von Gottes Willen und Tun ist. Benns Gedicht ist voll von Hoffnungslosigkeit, sehr melancholisch u. eher traurig. Nach den Erscheinungen der unbelebten Natur folgt bei Goethe nun die Ãbertragung auf die persönliche Situation des lyrischen Ichs. arbeitet mögliche Intentionen heraus, z.B. Dort beginnt er zu schreiben. Die Frau könnte hier diese Rolle übernehmen, aber in der damaligen Zeit wäre dies sehr ungewöhnlich gewesen. Diesem Dilemma konnten sie infolge ihrer Kindlichkeit und Unmündigkeit nicht selten nur durch Selbstmord entkommen. 1. Die zentrale Bedeutung der Familie, besonders psychische Entwicklung und Selbstbild des einzelnen sowie die Ãbernahme positiver familialer Rollenmuster sind unbestritten, zeitlos gültig sowie die Basis jeder späteren erfolgreichen Partnerschaft und Familiengründung. Seh´ ich nur einmal dein Gesicht, Seh´ dir ins Auge nur einmal, Frei wird mein Herz von aller Qual. 3-teiliger Aufbau als Erörterungsansatz mit Schlussfolgerung; Unsicherheit der Positionen wird unterstrichen durch fehlende Interpunktion, Vorbereitung der Schlussfolgerung (Z.30), Hervorhebung der Z.28 durch Enjambement, Gleichförmigkeit der scheinbar konträren Positionen, Unterstreichung der inhaltlichen Ungereimtheiten durch fehlende Endreime etc. ihr es nicht zutrauen? annehmen könnte. Es wird eine Distanz aufgebaut, die auch das Gefühl der Unbeliebtheit der Frau widerspiegelt. 13 (âdaà du vergehstâ) zu entnehmen ist. Das Paar jedoch â und besonders der Mann â ist unfähig zu solchen wirklich menschlichen Emotionen. und schwor dir ewig mein und dein zu sein. Von Unsinn zu Unglück handelt es sich durch die Wiederholung um eine poetische Steigerung, um eine Verstärkung des Angriffs auf die Liebe. Auf bunten, hellen oder silbergrauen. ), Ablehnung des AusschlieÃlichkeitsanspruchs der beiden konträren Positionen in Strophe 1 und 2, - Kritik an vorschneller, emotional beeinflusster Ãbernahme fremder Positionen durch das Volk (Z.21-24), - Entlarvung beider Gegenpositionen (scharf/groÃ) als Scheingegensätze infolge missbräuchlichen Umgangs mit Sprache (Z.25f. fehlen weitgehend die Natur- u. die Gottverbundenheit, die Lebensumstände u. die Umgebung der Menschen haben sich gewandelt. Es ist in 3 Teile gegliedert. Auch Kästners lyrisches Ich richtet sich mit der zeitlosen Thematik potenziell an jeden Adressaten. 2; â(â¦) Zwillingsbeeren (â¦)â, Z. Doch verrät das lyrische Ich auch Ambivalenz, wenn es einerseits die Notwendigkeit der GefühlsäuÃerungen erkennt, da deren Verurteilung und die daraus resultierende Unterdrückung einen eigenen Beitrag zum Absterben der vermissten Emotionalität leisten, andererseits jedoch an der Verurteilung des Weinens als übertrieben anmutend festhält. Das von Johann Wolfgang von Goethe verfasste Gedicht „Rastlose Liebe - Liebe als Krone des Lebens" ist im Jahre 1776 entstanden und gehört zu der so genannten „Lida-Lyrik", zu den Gedichten, welche an die Geliebte Goethes gerichtet sind. Sehnsucht nach der Suche nach Gemeinsamkeiten und nach aufrichtigem Interesse, auf das die Frage nach der Abendgestaltung schlieÃen lieÃ. Letztlich findet sich das lyrische Ich mit der Ãberzeugung ab, »es [sei] schon zu spät« (Z. Die Frage am Ende ist nicht nur rhetorisch zu verstehen (Antwort: gar nichts! von (ungewöhnlichen) Metaphern ruhig auch mehrere begründete Vermutungen anstellen. ; âWas kann Liebe bewegen?â und âIch berechne und werde berechnetâ, Z.11f. Citing just a few examples, Edward T. Cone (1974, 7-8) suggests that . die immer weiter gehenden Fragen des lyrischen Wir. Jenes wohlklingende, bildliche Verb erzeugt zudem den Eindruck von einer besonderen Beziehung des lyrischen Ichs oder des Menschen im Allgemeinen zur Natur â die eigene Person, das menschliche Wesen ist gemäà pantheistischem Glauben ganz in die Prozesse der Natur einbezogen, hat Anteil daran und ist nicht ausgeschlossen. ]“ (1. Das 6. Diese Auslegung bestätigt sich beim Blick auf das 2.Bild der 2.Strophe, das auffällige Parallelen besitzt. Interpretationen und Analysen nach Literatur-Epochen geordnet, Interpretationen und Analysen nach Autoren geordnet, Interpretationen und Analysen nach Titeln geordnet, Interpretationen und Analysen nach Themen geordnet, Clemens Brentano - Der Spinnerin Nachtlied (Interpretation #10), Johann Wolfgang von Goethe - Gefunden (Interpretation #272), Joseph von Eichendorff - Winternacht; Georg Trakl - Im Winter (Gedichtvergleich #333), Joseph von Eichendorff - Nachtzauber (Interpretation #77), Clemens Brentano - Der Spinnerin Nachtlied (Interpretation #141), Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer, Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer, In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege, Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen. 6 scheint des Weiteren zu implizieren, dass Gott nicht nur die Macht zu bewegen, zu steuern, zu verändern hat, sondern insgesamt als richtungsweisend gen Vervollkommnung zu sehen ist. Many translated example sentences containing "Liebesgedicht" - English-German dictionary and search engine for English translations. 40 Und lächelt fort die deutschem Sorgen. Goethe lernt durch das florierende literarische Leben in Weimar viele bedeutende Schriftsteller kennen. Die Epoche endet dementsprechend 1805 mit dem Tod Schillers. Zuwendung von der Mutter erhalten hat, was Enttäuschung und mangelndes Selbstwertgefühl der Tochter und ihre groÃe Distanz zur Mutter erklären würde. Sagt Johanna immer noch «der» Gas ... ?15 Darf man in das teure Gartengras Immer noch nicht seine Beine strecken? Mithilfe der jahreszeitlich typischen Sprache, Umschreibung für das Wehen der Blätter, gelingt es Rilke sehr anschaulich ein Herbstbild zu malen, von einem Tag im Herbst, eingefangenen Impressionen, die dennoch symbolisch über sich hinaus verweisen â auf einen Menschen, dem die Enttäuschungen kein Balsam sind, die unerträgliche Tristesse des Herbstes ist nur Ausdruck der beständigen Ausgrenzung des Menschen. Das lyrische Ich ist in diesem Gedicht eine Frau, die wohl darunter leidet, kaum angerufen zu werden (Z.1). Im Gegenteil. Gottfried Benn jedoch, ein Dichter des 20. „classicus“), also dem Zeitlos-Gültigen: Diese zeitlose Gültigkeit besteht meiner Meinung nach besonders in den letzen beiden Versen, da auch heute Aspekte wie das Lieben oder das Geliebt-Werden zu den wichtigsten und vor allem glücklichsten Erfahrungen des menschlichen Daseins zählen. 14) verglichen. Hierdurch und durch den meist parataktischen Satzbau (nur 2 NS in Z.1+6) wird jedoch zugleich die Monotonie und Einförmigkeit in dieser Beziehung verdeutlicht. GroÃbritannien gehörte zu den Siegermächten des zweiten Weltkrieges, doch die Menschen litten Not. Dies wird auch durch die fehlende Ãbereinstimmung von metrischer und natürlicher Betonung unterstrichen, ein Hinweis auf die vom lyrischen Ich als willkürlich empfundene Trennung, worauf auch die elliptische Abtrennung eines Satzteils aus der 12. Beim kursiv Gedruckten (meist in Ellipsenform) sind auch alle Nomen kleingeschrieben, das heiÃt, es ist alles gleich wichtig bzw. Gerne würde sich das lyrische Ich erneut nach Alter und bevorzugter Freizeitgestaltung befragen lassen, um bereits nach kurzem Kennenlernen Liebesbekundungen zu hören. wird das Mädchen vom Du âangefasstâ (Z.5), wodurch ihm statt Engelsflügel ein âEngelsfellââ(Z.6) wächst. Auch die fehlenden Alliterationen zeigen mangelnden Wohlklang bzw. Die beiden sind kein Paar mehr, sondern âalleinâ (Z.16), da ihre Beziehung zu Ende ist, wobei beide die Gründe hierfür â einfach nicht fassenâ (Z.17) können. In den ersten 2 Strophen (kenntlich durch den Beginn mit âSieâ, Z.1+5) wird Elsas kindliches Aussehen und Gemüt beschrieben. Die 2. Bild = Nixe - und Feuer und deren Wirkungen). Als er ,,eine (graue) Strähne in ihrem Haarâ (Z.3) sieht, kann er sich jedoch ,,nicht entschlieÃen mehr zu gehenâ (Z.4). Auch hier gehört das Reimpaar in Z6/8 zusammen. Was Enzensberger nun den Benachteiligten dieser Entwicklung vorwirft â wie es auch Bertolt Brecht in seinen Werken zu tun pflegt â ist das bereitwillige Festhalten an dieser falschen Ideologie ("..., wer lechzt nach der lüge?"). Das lyrische Ich reflektiert, indem es gedanklich Kontakt zum/zur Partner/-in sucht, diese/n anspricht. Die Reime erzeugen Wohlklang und Harmonie und bilden einen starken Kontrast zu den immer gröÃeren inhaltlichen Ungereimtheiten u. Gewaltfantasien des lyrischen Ichs. Zu jedem Liebesgedicht findest Du unterhalb die Quelle, bzw. Um 1980 hätte eine Frau durchaus zahlreiche Möglichkeiten gehabt, die Leere ihres Lebens selbständig zu überwinden, da sie nicht mehr nur an Haus und Mann gebunden war. Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, 50 das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld. Ãhnliches deutet das Verb jagen an â die Kraft, eine Bewegung in die gewünschte Richtung zu lenken. Strophe (Z. Dieses Leben zum ersten Mal. - die resignative und pessimistische Haltung (Z.1f. Ihr geht es nicht besonders gut, da sie sonst eine viel positivere Formulierung gewählt hätte. Schon Elsas Tod hat es nicht berührt (Z.20) Es zeigt kein Mitgefühl mit Elsas Tod, äuÃert kein Wort des Bedauerns, obwohl es mit dem Mädchen geschlafen hat. Der erste Satz (Z. Heinrich Heine: Die schlesischen Weber (1844), 41. Diese gesellschaftskritische These ist ein Resultat der Erlebnisse und Erfahrungen Frieds während des Zweiten Weltkriegs, als er vor den Nationalsozialisten, die bereits seinen Vater umgebracht haben, nach London flüchtet, wo er den Krieg erlebt. 2 Oxymora (âsanftem Feuerâ, Z.6; âschöner Ãberrestâ, Z.10) unterstreichen das Widersprüchliche und Unmögliche dieser Beziehung. dem Neologismus (âTraumwäschereiâ, Z.16) z.B. ) + 3. Es gehört zu der Gedichtsammlung, die Goethe an seine Geliebte, Charlotte von Stein, geschrieben hat, ein Liebesgedicht, der sogenannten „Lida Lyrik". Geldwäsche schlieÃlich erinnert daran, dass dieses Geld, ohne das Reklame und Konsum undenkbar ist, aus oft dubiosen Quellen stammt und erst weià gewaschen werden muss. Nur sehr indirekt lässt sich der Sinn einiger bildhafter oder symbolischer Wörter (âbetrugenâ, Z.5, âSchiffen winkenâ, Z.9, âKlavierâ, Z.12 usw.) Strophensprung (Satz geht in nächste Zeile bzw. Sie sind nicht mehr so dankbar für alles, was sie sind und was sie umgibt. die äuÃeren Publikationsdaten (Autor, Gattung, Entstehungszeit usw.) Das Gedicht weist weder ein klares Versmaà noch Reime am Versende auf, was einen eher unharmonischen, abgehackten Eindruck hinterlässt. Danach setzt er mit den Worten fort âund einen Stern/trägt jeder schützend auf seinem Herzenâ, (Z. Damit gerät der Liebesbegriff hier endgültig unter die Vorherrschaft gewaltsamer Inbesitznahme: Das lyrische Ich will um jeden Preis, auch um den der Zerstörung, mit dem geliebten Du vereint sein. Dem gegenüber wirkt das Paar in »Sachliche Romanze« auf Grund völlig fehlender Reflexion noch deutlich hilfloser. AuÃer dem Punkt am Ende des Gedichts gibt es keinerlei Interpunktion, so dass die einzelnen Strophen nicht für sich stehen, sondern die von Strophe zu Strophe ununterbrochen steigende Resignation der Frau unterstreichen. 18. Eine sprachliche Auffälligkeit in diesem Abschnitt ist der gehäufte Gebrauch von Partizipien (âscheuendâ, âabgeneigtâ, âüberantwortendâ) und die hintereinander Reihung von durch Kommata abgetrennten Ellipsen (âder nasenring...billig,...â). geboren zu sein. 25 Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr. Ein Satz wird hier häufig gegen die Logik des Lesers mittendrin umgebrochen und auf zwei Verse verteilt. Und auch Erich Fried bezeichnet in seinem âSpruchâ aus dem Jahre 1945 den Krieg als den Vater des Sieges, verkörpert durch das lyrische Ich, und als den GroÃvater des Friedens. Er lässt alles offen, gibt keine Lösung an. ein Wendepunkt zur Weimarer Klassik stellt der Erlkönig dar. benennt u.a. In der 4. Der Reklamesprecher versucht noch den Superlativ âam bestenâ(Z.18) anzubringen, wobei unklar bleibt, was am besten zu tun ist. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Kenntnisse kann Goethe seit 1784 auch als Entdecker des Zwischenkieferknochens beim Menschen gelten. Doch er, der Meister, scheint von Wirklichkeit, Von Sein, von Wesen ganz getränkt und trächtig. 23). Jedoch spielten bei Kästner die längere räumliche Trennung und die unterschiedlichen Interessen eine zentrale Rolle. ), durch eine Inversion (s.o.) verstärkt noch den Kontrast zwischen Arbeits- und Gedankenwelt. Zwar suggeriert das Errichten weiÃer Sandburgen im 2. Die wiederholte Verwendung des Konjunktivs in den ersten drei Strophen kreiert den Wunsch des lyrischen Ichs nach Flucht aus der Gegenwart sowie die Unmöglichkeit deren Realisierung. Dennoch versuchen sie, ihr eintöniges Leben weiterzuleben, âals ob nichts (passiert) seiâ(Z.6). 1789 bricht die französische Revolution aus, die von Goethe abgelehnt wird. Ob ich dich liebe, weiß ich nicht. Die Liebesgedichte von Goethe sind Fundament unzähliger nachfolgender Arbeiten verschiedener Künstler der unterschiedlichsten Genres. sind hier jeweils als pars pro toto zu verstehen. Das lyrische ich drängt geradezu auf die Vervollkommnung des Ertrages aus der Natur, was vor allem menschliches Interesse am Herbst mit all seinen Annehmlichkeiten verrät. Schlussfolgernd ist zu sagen, dass der Titel des Gedichts âZur Beruhigungâ schon allein Ironie ist, denn für die damaligen Herrscher wird es alles andere als beruhigend gewesen sein. Schöner Stunden matter Schimmer Blieb zurück. Das überraschende Enjambement âals Zahlâ (Z.16) zeigt, dass er schon selbst im Büro zu einer anonymen Ziffer geworden ist u. seinen Kollegen nur noch in gleicher (kalkulationsdominierten) Weise begegnen kann. Jeder Vers formt darüber hinaus einen Jambus mit fünf Hebungen, wodurch eine regelmäÃige, leichte Intonation ermöglicht wird. 10 das für mich alles ist und weiter nichts. Als Redewendung konzipiert nimmt die Ãberschrift verdichtet die aus dem Fazit resultierende Enttäuschung vorweg. Dem gegenüber steht die erste Strophe des Gedichtes âHerbsttagâ, welche drei Zeilen umfasst. ), 2.4.3. (siehe auch das Gedicht von Fried: Fast Glück). In der 2.Strophe verwandelt sich die Liebe in Eifersucht und Hass (âWärst du eine Blume ich grübe dich mit allen Wurzeln ausâ, Z.5f.). Die schönsten Gedichte zum Thema - Gedichte Liebeserklrung - Lesen Sie das Gedicht - Liebeserklärung (Johann Wolfgang v. Goethe) - und weitere 6.000 kostenlose Gedichte, Zitate und Sprüche „geliebt“ in das Stilmittel des Chiasmus einfügt. Durch die gleichförmigen Reime verniedlicht das lyrische Ich wohl bewusst dieses tragische Ereignis und verkleinert damit auch seine möglichen Schulanteile. âTassen â fassenâ (Z.14,17): Das Begreifen und das â(An-)fassenâ wird ebenfalls mit Gegenständen, nicht mit Personen in Verbindung gebracht â Zeichen für Sachlichkeit und Oberflächlichkeit dieses Paares. Konflikt â auch Heraklits âKriegâ ist in diesem allgemeinen Sinne zu verstehen: Das altgriechische Wort âpolemosâ kann auch Kampf, Konflikt bedeuten; und auf einen Sieg folgt immer eine kurze oder lange Periode des Friedens. Dies führt zwangsläufig zu Bindungs- und Beziehungsängsten (âkein Mannâ, Z.6) u. der Verdrängung von Gefühlen durch erhöhten beruflichen Einsatz (âViel Arbeitâ, Z.5). Die positive, dem fiktiven Du zugewandte Grundstimmung der 1.Strophe wird noch durch das zweimalige âdirâ (d.h. für dich) verstärkt, das in der 2. und 3. Auffallend ist im Vergleich mit »Das Ende vom Lied« zudem, dass Fragen nach Schuld in Kästners Gedicht nicht die geringste Bedeutung beigemessen wird. (1.5.) 1827 stirbt Charlotte von Stein und 1830 Goethes Sohn. (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher) Das lyrische Wir scheint sie zu ignorieren, da sie ihm offensichtlich nicht helfen. Nach völliger Selbstaufgabe des Ichs beendet dieser verächtlich die für ihn wertlose Beziehung. Ob ich dich liebe, weiß ich nicht. Sie alle behaupten Dinge über unsere Liebe, die die Liebe vollkommen aufzuheben und zu zerstören trachten! Im Gedicht âSachliche Romanzeâ (1929) von Erich Kästner (1899-1974) aus der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit geht es um ein (wohl eher unverheiratetes (Z.1+Biografie) Paar, das sich 8 Jahre kennt, aber wohl auseinandergelebt hat, ohne dies wahrhaben zu wollen, und am Ende fassungs- und verständnislos vor den Trümmern ihrer ihnen längst abhanden gekommenen Liebe steht. Die Verzweiflung an einem fehlenden Sinn ist gröÃer denn je. und stellt das Gedicht als literarisches Beispiel für gesellschaftskritische Lyrik der Gegenwart dar. In dem Liebesgedicht, das ich interpretieren möchte, richtet sich eine Person, wahrscheinlich eine weibliche, an ihren Geliebten. Weil keiner der Beteiligten den »nicht [zu] fassen[den]« (Z. 1946) aus der Epoche der Gegenwartslyrik geht es um eine Frau, die darüber nachdenkt, welche Bedeutung sie im Leben anderer hat, wie sie auf andere wirkt, wie sie sich selbst sieht und welchen Stellenwert sie als Frau in der Gesellschaft um 1980 einnimmt. Die Terzette weisen ein strophenübergreifendes Reimschema (abc, acb) auf, was deren Abruptheit und Direktheit unterstreicht. Die Hoffnung ist verschwunden. Z. Kalékos lyrisches Ich hingegen ist als betroffene Person emotionaler involviert. Die Fragen nach einer selbstbestimmten, konsumkritischen und umweltbewussten Lebensweise muss jedoch jede/r immer wieder neu für sich beantworten. 1806 veröffentlicht Goethe Faust I. Nach dem Tod von Schiller richtet sich die Aufmerksamkeit Goethes mehr auf die Romantik und sich mit dem Mittelalter und Folklore zu beschäftigen. 7) hat. S.: (scheinbarer) Ortswechsel (Café) und fassungslose Resignation). Sie beginnt mit der Zeile 29-31 (âWenn unser Vater spazieren geht, / Ziehn wir den Hut mit Pietät;â) sehr ruhig und ausgeglichen, sogar fast idyllisch. Die tierisch-animalische (âMaulâ) Vorgehensweise des Mannes findet es abstoÃend und ekelhaft. ), 2.4.4. Sie ordnen sich den ökonomischen Strukturen unter womit sie sich selbst schaden, indem sie es den Reichen ermöglichen, den Reichtum auf ihre Kosten noch weiter auszubauen. Kästners eigene (unverheiratete) Beziehung zu Ilse Julius legt allerdings den Schluss nahe, dass es sich auch im Gedicht um ein unverheiratetes Paar handelt, dass sich nicht täglich trifft, eigentlich sehr aneinander hängt, aber deren Liebe erloschen ist, weil sie sich vielleicht zu sehr auf äuÃerliche Gemeinsamkeiten konzentriert haben und zu wenig Spannung und Leidenschaft in ihrer Beziehung zugelassen haben. ), - die Sorge um negative Konsequenzen (Z.19f. Ob sie überhaupt eine Tochter haben möchte, bleibt zunächst unklar. Weiterhin kommen viele Personifikationen5 (zum Beispiel in Vers 3/ 4: Mondes Flimmer malt und in Vers 10: Die Welle steigt) und ein scheinbarer Widerspruch, eine Paradox, in den Versen 13 und 14 („seist du auch noch so ferne, Du bist mir nah“) vor. oberflächlichen u. banalen männlichen Absichten. Anapher: Wiederholung eines oder mehrerer Wörter an Satz-/Versanfängen. Eine Blume kann, ohne in der Erde zu stehen, nicht weiter wachsen und geht langsam ein. Die Zielgruppe ist hier schwerer zu bestimmen, da sich Frauen infolge der männlichen Dominanz des lyrischen Ichs sicher weniger angesprochen fühlen. 2. ), 1 Paradoxon (Titel) und einen Gegensatz (Z.5), was die widersprüchliche Beziehung unterstreicht. „classicus“) zu schaffen. Gegenwartsbedeutung (Relevanz des Themas), 4.4. ... O wärst du da!“). All das jedoch will das lyrische Ich dem Geliebten nehmen. Als die Frau ihn fragt, warum er nicht gehen wolle, fordert er sie auf, angesichts ihres vorgerückten Alters die ihr verbliebene Zeit dazu zu nutzen, mehr Leidenschaft zu zeigen, und will noch eine weitere Nacht bleiben. Folge: Die Frau verliert ihr Selbstverständnis und entfremdet sich von ihren Wünschen (âund schnell begann ich vor mir selbst zurückzuweichenâ, Z.7f.). Die Herzogin Anna Amalia gelingt es viele bedeutende Schriftsteller nach Weimar zu locken und verschafft der Stadt eine literarischen Blütezeit, darunter auch Goethe. Der Mann sagt â wenn auch nur indirekt, also ohne direkten Blickkontakt oder direkte Ansprache! Sie empfindet keine Lustgefühle beim Liebesakt, den sie nur passiv erleiden muss. Wir schlafen ganz, wie Brutus schlief â. Das überraschende Enjambement (âdes Sohnesâ, Z.8) betont die Wichtigkeit des männlichen Nachwuchses für die Mutter und drückt zugleich (auch mit der abwertenden Metapher âder Ablegerâ (Z.8,) womit auch der Sohn gemeint ist) die Distanz des lyrischen Ichs zu seinem Bruder aus. Beide Partner âliegen auf dem Rückenâ (Z.21).